Jahresberichte der Präsidenten

Liebe Tabler

Dies ist beinahe ausnahmslos die traditionelle Einleitung unserer unterdessen vielzähligen Jahresberichte.

So hoch wir die Traditionen des Round Table schätzen und pflegen, so wichtig scheint mir die Flexibilität und damit einhergehend unsere Wandlungsfähigkeit zu sein. Denn nur wer in der Lage ist, sich an die jeweiligen Gegebenheiten anzupassen, kann längerfristig fortbestehen.

Die HV 2020, an der das Jahr 2021 unter dem Motto «FLEX» eingeläutet wurde, führten wir online durch. Ebenso das erste ERFA des Jahres im Februar. Sich online zu «treffen» im Rahmen unseres Tisches, war damit übrigens ein Novum. Ein gelungenes Experiment, welches es uns aber ermöglicht hat, die Organisation des Tisches sicherzustellen und den Kontakt untereinander aufrecht zu halten. Auch konnte damit das Vereinsleben fortgeführt werden, wenn auch den Umständen entsprechend auf Sparflamme. Hierzu habe ich noch einige Erinnerungen an einzelne Probleme beim Einwählen in den virtuellen Raum, teils an Verbindungsprobleme, aber auch an Situationen, wenn zwar jemand sprach, aber niemand etwas hören konnte. Tja, die Stummschaltung ist halt eben noch heute tückisch. Es freute mich aber, dass jeweils alle Teilnehmer bestens vorbereitet waren. Gerüstet mit guter Laune, mit Fingerfood, Chips und einem kühlen Bier. Oder auch mehreren Bieren. 😊

Damit begann das Vereinsjahr 2021, so, wie es aufgehört hatte. Unter dem Stern von COVID-19 – sehr dynamisch, sehr turbulent und nur sehr bedingt planbar. Und mit einem zwar kleinen, aber feinen runden Tisch, an dem stets sowohl Lustiges als auch Ernstes genügend Platz findet.
Die verschärfte Corona-Situation hat uns weit in das zweite Quartal hinein mitbegleitet. Den einschränkenden Massnahmen fielen entsprechend weitere ERFAs in unserem geschätzten Stammlokal zum Opfer. Diese wurden zwar virtuell ersetzt – auf die Dauer ist es aber halt eben doch kein vollwertiger Ersatz. Auch das Treberwurstessen fiel leider aus, das Euro-Meeting musste abgesagt werden, das AGM wurde online durchgeführt und das legendäre Fischessen des RT10 Thun musste verschoben werden. Auch der in diesem Jahr vorgesehene kombinierte Familien- & Sportanlass konnte, aufgrund der geringen Planungssicherheit und der immer noch volatilen Situation mit dem wohl berühmtesten Käfer der Welt, zu meinem Bedauern nicht durchgeführt werden.

Erst im Juni, kurz vor den regulären Sommerferien, konnten wir einen «FLEX»-Anlass nutzen, um uns zu treffen. Ein sehr flexibel geplanter Anlass, aber bei gutem Wetter mit einem Apéro beim Caveau7 in Bern sowie anschliessendem, einfachem Pizzaessen im Restaurant auf der Terrasse mit viel Abstand. Zwar einfach, ja, aber grossartig daher, weil wir uns zum ersten Mal seit langem endlich wieder vor Ort unterhalten konnten. Ein kleiner Meilenstein aus meiner Sicht.

Nach den Sommerferien, gegen Ende August, führten wir ein Treffen in Thun durch. Dies war eines meiner persönlichen High-Lights dieses Jahres – nicht nur, weil ich selbst in Thun aufgewachsen bin. Nein. Einerseits durften wir an diesem Abend bei hervorragendem Wetter, nebst zwei Oldies, auch einen Kandidaten beim Abendessen am Schlossberg an unserem Tisch begrüssen. Im Anschluss an die durchwegs überzeugende Kulinarik machten wir uns gemeinsam auf den Weg. Erst durch die Dämmerung und dann durch die Dunkelheit. Der schauerliche Geist des Nachtwächters Jakob hat uns in vergangene Zeiten und gar unheimliche Geschichten der Altstadt entführt; wobei die Geschichten, gemäss dem Geiste Jakob, selbstverständlich auf wahren Gegebenheiten beruhten.

In grossen und unheimlich raschen Schritten verstrich auch die zweite Jahreshälfte. Allerdings aus Vereinssicht wenigstens mehr oder weniger nach Plan. Abgesehen von den weiteren ordentlichen Terminen, welche wir mit grossem Dank und Freude im Kontrast zum übrigen Chaos dieses Jahres meist reibungslos durchführen konnten, hatten wir im November noch einen zweiten «FLEX»-Anlass auf der Agenda. Aus verschiedenen Gründen wie Stellenwechsel, Standortwechsel, Geburtstagsfeste oder auch Zuwachs in der Familie (herzliche Gratulation nochmals an dieser Stelle! 😊), hielt sich die Teilnahme an diesem Anlass in Grenzen. Wir haben uns dennoch zur Durchführung zu zweit entschlossen, da das Burger-Essen mit anschliessendem Bowling einfach unwiderstehlich auf uns wirkte. Während der ersten Runde Bowling sah es zwar gut für mich aus, bei den folgenden Runden blieb ich jedoch chancenlos. Die Ergebnisse habe ich zwar wohlweislich nicht notiert, Rico dürfte sich mit seinen unheimlichen Bowling-Künsten aber auf jeden Fall den diesjährigen Sportpokal gesichert haben!

An dieser Stelle möchte ich Ricos grosses Engagement zur Vergrösserung unseres Tischs besonders hervorheben, vielen Dank dafür! Sein Einsatz hat dazu geführt, dass wir am Abschluss-ERFA zum Chinoise im Dezember, welches auch von den Oldies sehr gut besucht war, Michel Jost (und an der heutigen HV Adrian Aebi) offiziell aufnehmen konnten. Nochmals ein herzliches Willkommen an die beiden Neuen beim RT22! Damit ist der Tisch einen Schritt näher am gefassten Vorsatz, wieder zu alter Grösse zu finden. Zwar noch nicht so rasch wie eigentlich gewünscht – aber es ist sicherlich besser, langsam, dafür kontinuierlich zu wachsen.

Alles in allem blicke ich damit zwar auf ein turbulentes, aber durchwegs motivierendes Präsi-Jahr 2021 zurück. Wir haben als kleiner Tisch gezeigt, dass wir mit viel Flexibilität und konstruktiven Diskussionen in der Lage sind, Lösungen zu finden und mit dem Verein durch eine Pandemie zu manövrieren. Wir haben unterdessen bereits im zweiten Jahr in Folge bewiesen, dass wir uns an die jeweiligen Umstände anpassen können und damit die besten Voraussetzungen auch für den künftigen Erfolg mitbringen!

Mit etwas Unterstützung fällt es aber auch uns um einiges leichter. Diese Gelegenheit möchte ich nutzen, um den Oldies zu danken, welche unseren Tisch mit ihren regelmässigen Besuchen unterstützen und uns stets mit Rat und Tat beistehen. Besonders hervorheben möchte ich die beiden Oldies Silä, der uns als Kassier sehr grosse Dienste leistet und Chregu, der als Revisor noch immer in letzter Instanz die Erfolgsrechnung im Auge behält.

Zum Abschluss möchte ich sowohl meinem Nachfolger in der ehrenvollen und schönen Funktion als Präsi als auch dem ganzen Tisch, nur das Beste für die Zukunft wünschen, auf dass im kommenden Jahr wieder etwas Normalität einkehren möge und der Tisch weitergedeihen kann.

Yours in Table
Simon Salzmann / Präsident RT 22, Köniz – 2021